Allgemeines
zu unserer Einkaufsabteilung:
Eine unserer Firmenstrategien ist es, alle Teile die mit Maschinen produziert werden an externe Firmen zu vergeben und im Haus lediglich eine Teile-/Baugruppenmontage zu machen. Die Fertigung erfolgt "Forecastbezogen", d.h. auf Planzahlen und nicht erst nach eintreffen des Kundenauftrages.
Dies erfordert neben einer sehr guten Arbeitsvorbereitung (Mengen- & Terminvorgaben) insbesondere auch eine gute und enge Verbindung zu Lieferanten um flexibel auf Marktänderungen reagieren zu können sowie Qualitäts-, Mengen- und Termintreue hoch zu halten.
Unser Einkauf ist grundsätzlich in strategischen (1 Person) und operativen Teil (2 Personen) getrennt. Der operative Einkauf ist dem Leiter der Arbeitsvorbereitung unterstellt um eine enge und zeitnahe Abwicklung zu garantieren. Der strategische Einkauf ist hierarchisch auf gleicher Ebene mit dem Leiter AVOR.
Einkäufer(in)
für strategischen Einkauf
Im Bereich "strategischer Einkauf" geht es vorallem um
a) Vorarbeiten für den operativen Einkauf
b) Umsetzung von Firmenstrategien und -philosophien
c) Optimierung und langfristige Planung
zu a)
Der operative Einkauf soll auf Grundlage von im System hinterlegten Lieferanten, optimalen Bestellmengen und/oder Rahmenverträgen bestellen können. Der strategische Einkauf muss daher den gesamten Lieferantenstamm auf- und ausbauen und für Second und Third-Source Lieferanten sorgen, die Teile und Lieferanten ständig überwachen und auf eventuelle Lieferzeitänderungen reagieren. Durch Analyse und Einteilung die Teile kategorisieren und daraus folgend Einzel-, Rahmen- oder KanBan Verträge ausarbeiten.
Viele unserer Lieferanten sind Großfirmen mit eigenen Rechtsabteilungen und echten Vertriebs- und Verhandlungsprofis. Wissen über Zahlungs- und Lieferkonditionen, Incoterms, Prozess und Vollkostenkalkulation, österreichisches und deutsches Kaufrecht wird vom strategischen Einkauf abgedeckt.
Zur Sicherstellung der Lieferqualität ist der Aufbau eines objektiven Bewertungssystems unerlässlich.
zu b)
Durch unsere Strategie, die Produktion von Einzelteilen auszulagern und nur den qualitätsrelevanten Zusammenbau im Haus zu machen, sind wir auch stark von unseren Lieferanten abhängig. Es gilt daher von reinen Kunden-Lieferantenbeziehungen weg zu kommen und zu strategischen Systempartnerschaften aufzubauen.
Wir befinden uns im globalen Wettbewerb. Unsere Mitbewerber kommen ausschließlich aus dem Asiatischen Raum. Wir haben 98% Export, davon 60% in US$ gebundene Länder, was dazu führt, dass eine verkaufsseitige Preisanpassung unmöglich wird und somit Einkaufsseitig reagiert werden muss. Dies erfordert eine flexible Beschaffungsstrategie. Grundsätzlich sind wir bestrebt mit Lieferanten aus der näheren Umgebung zusammen zu arbeiten, müssen aber die Weltmarktsituation (insbesondere die Währungskurse) ständig im Auge behalten und dementsprechend reagieren.
zu c)
Ein für uns ganz entscheidender Wettbewerbsvorteil ist die Flexibilität, ein entscheidender Wettbewerbsnachteil die Produktionskosten. Es gilt daher die gesamte Prozesskette zu optimieren und "schlank" zu gestalten, dabei ein Höchstmaß an Flexibilität zu garantieren. Insbesondere betrifft dies die Reduktion von Lieferzeiten, Beseitigung von Stillstandszeiten, Umlagerungen und Versandwegen.
Als strategischer Einkäufer ist man auch stark in die Entwicklung eingebunden. Ein Entwicklungsprojekt geht von 6 Monaten bis zu 3 Jahren, was eine langfristige Planung auch im Einkauf unbedingt erforderlich macht.
Anforderungen:
Kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung oder Studium BWL, gute EDV-Kenntnisse mit MS-Office und Vorteilhaft mit ERP oder PPS-Systemen, gute Englischkenntnisse (zumindest schriftlich), Genaues und verlässliches Arbeiten, Verhandlungsgeschick, analytisches und abstraktes Denkvermögen. |